Roadtrip durch Westirland, Tag V

30.12.2016: Morgens sind wir sehr entspannt bei Harry und Ann aufgestanden und haben ein super Irish Breakfast von ihnen bekommen. Dann sind wir gemütlich los um den zweiten Teil vom Ring of Kerry zu fahren. Wir sind zu einem alten Famine Village gefahren, in dem früher die ganz armen Bauern gelebt haben. Es war super schön dort direkt an den Klippen und die Häuser waren alle sehr niedlich. Heute leben dort Künstler. Eine Frau aus dem Dorf wollte diese fördern und hat es geschafft, dass die Häuser nicht abgerissen wurden. Sie selbst hat eine Kunstgalerie und lässt die Künstler in den Häusern umsonst wohnen. Als Miete verlang sie nur, dass ein Kunstwerk von sich an die Galerie spenden.

Von dort aus ging es weiter zu den Skellig Islands beziehungsweise zu der Aussichtsplattform. Man muss zwar einen kleinen Beitrag zahlen, um dort zu parken, aber das war schon okay. Da die Plattform auch direkt an den Klippen war, war es sehr windig. Man musste schon etwas kämpfen, um voranzukommen. Von dort aus kann man die Skellig Islands sehen, eine kleine Inselgruppe, auf der vor hunderten von Jahren Mönche gelebt haben. Auf Skellig Michael wurden auch Szenen von Star Wars VII: Das Erwachen der Macht gedreht. Wir schauten uns ein wenig um und obwohl uns gesagt worden war, dass dies die schönsten Klippen Irlands sein sollten, empfanden wir dies nicht so. Sie waren zwar sehr eindrucksvoll, weil sie relativ schräg verliefen und auch das Wasser auf sie eindroscht, aber die schönsten waren es wohl nicht (außerdem sollten ja auch noch die Cliffs of Moher kommen).

Der restliche Teil vom Ring of Kerry ging sehr schnell vorbei. Wir fanden ihn auch dort immer noch nicht so toll wie den Ring of Beara. Da wir an sich noch ein bisschen mehr Zeit hatten als gedacht und deshalb bogen wir auch noch auf die Dingle Peninsula ab. Ab dem Zeitpunkt verließen wir das County Kerry. Wir fuhren bis nach Dingle und die Strecke war wieder mal sehr schön. In Dingle schlenderten wir ein bisschen durch die Straßen und kauften uns Postkarten. Da es bereits nachmittags war und wir noch nichts gegessen hatten, kehrten wir in Murphy’s Pub ein und aßen ein wirklich leckeres Seafood Chowder.

Danach mussten wir uns etwas beeilen, da wir ja an diesem Tag noch nach Limerick mussten. Da die Straße dahin jedoch eine größere Landstraße war, kamen wir schnell voran und waren so um halb sieben in Limerick. Wir hatten Brenda unserer Airbnb-Gastgeberin gesagt, wir kämen so gegen 19 Uhr. Also fuhren wir zu der Adresse, die auch nicht schwer zu finden war, doch dort gab es keine Hausnummern. Wir klingelten einfach bei der nächstbesten Tür und ein Mann erklärte uns, dass die Adresse, die wir ihm sagten, gar nicht existierte. Als wir nochmal nachguckten, stellte sich heraus, dass die automatische Wegbeschreibung bei Airbnb nicht funktioniert hatte und wir eine andere Adresse suchen mussten. Dies war aber auch nicht schwer und schon standen wir vor Brendas Haus.

Brenda war sehr nett, aber sie musste schnell wieder weg, da sie auf ihre Enkelkinder aufpassen musste. Sie zeigte uns kurz das Haus: Es war sehr weiblich eingerichtet, mit vielen Blumen und Blütenmustern und überall stand irgendwelche Deko. Ich fand es klasse!

Wir schauten uns noch etwas die Stadt an und gingen entlang des River Shannon in die Innenstadt. Obwohl so viele gesagt hatten, dass Limerick nicht so schön sei, fanden wir es eigentlich ganz schön. Wir aßen noch etwas Sushi in der Stadt und waren da froh als wir im Bett lagen, denn der Tag war sehr lang gewesen.

Gefahrene Kilometer: ca. 350km

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