Roadtrip durch Westirland, Tag IV

29.12.2016: Nach unserer zweiten Nacht in Killarney machten wir uns auf, den Ring of Beara zu erkunden. Mit dem Auto ging es erst wieder die Strecke nach Glengariff, die wir zwei Tage vorher schon einmal gefahren waren. Dort startete der Ring of Beara.

Es war sehr wenig los auf den Straßen und gerade das war das Schöne. Obwohl der Ring of Beara eher das allseits-bekannte Geheimnis von Westirland ist, fahren doch die meisten Touristen den Ring of Kerry entlang.

Die Straßenränder waren sehr bewachsen und es fühlte sich ein bisschen tropisch an. Wir hatten dazu auch noch super Wetter, was das Fahren natürlich noch schöner machte. Die Landschaft war unbeschreiblich schön und wir hielten immer wieder an, um den Ausblick zu genießen. Je weiter wir auf die Peninsula hinausfuhren, wurden die Straßen immer enger und bald passte nur noch ein Auto auf die Fahrbahn. Marcel meisterte es aber jedes Mal, wenn uns dann doch ein Auto entgegen kam.

Wieder einmal wurde auch der Reiseführer zu Hilfe genommen. Der Autorentipp war ein kleiner Pub in Lauragh auf dem Ring of Beara. Dort sollte man unbedingt die Muscheln probieren und allgemein Fisch und Meeresfrüchte essen. Das war für mich natürlich erst einmal ein Problem, denn sooft ich auch Muscheln probiert hatte, hatten sie mir nicht geschmeckt.

Wir fuhren laut Karte nach Lauragh ein, aber außer Wald und einer Schule war dort nichts. Als wir eine Frau fragten, ob wir richtig abgebogen seien und wo wir Lauragh finden würden, sagte sie nur: „That’s it!“. War ja wieder typisch, dass drei Häuser gleich ein größerer Ort waren:-D. Sie erklärte uns dann aber auch, dass um die nächste Kurve ein Pub sein würde, den wir bestimmt suchten. Nach zwei Minuten hatten wir den Pub auch gefunden.

Im Teddy O’Sullivan saßen eigentlich nur Einheimische und als wir dort hinein stolperten, wurde wir sehr argwöhnisch angeguckt. Zum Mittagessen bestellten wir also die warmen Muscheln und eine kalte Fischplatte. Das Essen war unglaublich lecker! Die Muscheln waren sehr gut, sowohl die warmen als auch die kalten auf der Platte. Ich war so überrascht, dass ich sie mochte (bei einem anderen Restaurant probierte ich nochmal Muscheln von Marcel und die waren wieder komisch…).

Danach mussten wir weiter nach Kenmare und den Ring of Beara beenden. Bis nach Kenmare war es noch ein Stückchen und danach wollte wir auf den Ring of Kerry fahren. Dort hatten wir ungefähr auf der Hälfte eine Unterkunft über Airbnb gefunden.

Gegen 15 Uhr fuhren wir auf den Ring of Kerry und wir waren erst einmal etwas enttäuscht. Der Ring of Beara war soviel schöner gewesen. Es wurde dann aber auch langsam dunkel und als wir in Waterville einfuhren war es bereits dunkel. Wir mussten aber noch zu Harry und Anne, die leider keine Adresse hatten, sondern nur Längen- und Breitengrade.

Wir fuhren also erst einmal dorthin, wo uns Google hinschickte und standen mitten im Nichts in der Dunkelheit. Also riefen wir Harry an und er meinte wir sollten mal weiterfahren, sie stellen sich mit einer Taschenlampe an die Straße. Das funktionierte auch ganz gut und nach drei Minuten standen wir bei ihnen auf dem Hof.

Harry und Anne waren ein super nettes älteres Ehepaar, die sehr gute Gastgeber waren und deshalb hatten deren Tochter ihnen Airbnb vorgeschlagen. Wir waren erst die dritten Gäste. Das Haus war sehr schön, groß und hell und unser Zimmer war einfach purer Luxus. Wir hatten ein riesen Zimmer mit sehr schönem eigenem Bad und das Bett war sehr gemütlich. Das Haus war auch noch nicht so alt, sondern war mal das Ferienhaus von Harry und Anne gewesen.

Wir gingen dann abends noch in Waterville in der Fisherman’s Bar, die zu Butler’s Arms gehört. Wir waren aber so geschafft von dem Tag, dass wir eigentlich alleine im Zimmer chillen wollten – ausnahmsweise mal. Dazu kam es nicht, weil wir uns noch lange mit Harry und Anne über Irland und speziell die Gegend unterhielten. Erst gegen 23 Uhr gingen wir ins Bett. Wir waren aber froh, dass wir noch mit ihnen zusammen saßen, da man so doch mehr über das Land und die Leute erfährt.

Strecke: ca. 400km

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