Roadtrip durch Westirland, Tag II

27.12.2016: Morgens wollten wir eigentlich noch etwas früher aufstehen, aber irgendwie hatten wir beide nicht besonders gut geschlafen, obwohl das Bett sehr gemütlich und die Umgebung auch recht leise war. In unserem B&B gibt es leider im Dezember und Januar kein Frühstück, deshalb sind wir ein bisschen durch Kinsale geschlendert und haben in einem süßen Café gefrühstückt.

Unsere erste Idee war es eigentlich vormittags noch nach Cork zu fahren, aber uns reizte die Natur doch etwas mehr. Außerdem hatten schon einige gesagt, dass Cork so etwas wie das „kleine Dublin“ Irlands wäre und dann dachten wir, das sparen wir uns. Für uns ging es dann auf dem Wild Atlantic Way die Küste hinauf.

Es war alle sehr grün und die Natur war einfach atemberaubend. Wir hatten auch sehr viel Glück mit dem Wetter und so führte uns unser Weg ganz nach Südwesten zum Mizen Head. Die ist der südwestlichste Punkt in Irland und als wir aus dem Auto stiegen, merkten wir sofort, dass hier die Atlantikküste war: der Wind pfiff uns nur so um die Ohren und die Wellen warfen sich an die Felswände. Dennoch waren es schöne, sonnige 10°C. Man musste durch das Visitor Centre gehen und ein bisschen Eintritt bezahlen, aber es lohnte sich wirklich.

Wir spazierten an den Klippen entlang zu einer kleinen Brücke, die eine winzige Felsinsel mit dem Festland verband. Auf der Insel hatte einmal ein Leuchtturm gestanden, der nun jedoch verschwunden war. Die Aussicht war super klasse, wie die Wellen das Meer aufschäumten und wie wild und unberührt die Landschaft aussah.

Nach einer kleinen Mittagspause ging es weiter den Wild Atlantic Way entlang weiter nach Norden. Wir passierten wirklich die kleinsten Dörfer überhaupt und die Straßen waren so eng, dass uns eigentlich niemand hätte entgegenkommen können; es hat aber doch irgendwie geklappt. Etwas einschüchternd waren nur die Iren, die dort lebten, denn sie rasten die schmalen Straßen entlang als ob es Autobahnen wären.

Unser Plan für die Tag wäre eigentlich auch noch der Ring of Beara gewesen, aber da es schon so schnell dunkel wurde, fuhren wir direkt nach Killarney.

In der Innenstadt war es ziemlich voll und deshalb parkten wir beim Supermarkt. Wir konnten noch nicht in unser Zimmer und deshalb setzten wir uns ins O’Connor’s. Laut Reiseführer sollte dies ein uriger Pub sein und wir wurden nicht enttäuscht: klein, verwinkelt, mit viel Deko an den Wänden, war dies wieder ein typisch irischer Pub.

Um 19Uhr wollten wir uns dann mit David, unserem Host treffen und wir waren auch an der richtigen Adresse, nur leider standen wir vor einem dunklen Haus und niemand war da. Etwas verdutzt waren wir schon, aber nach 2min kam dann auch David und es stellte sich heraus, dass wir ein kleines Häuschen für uns alleine hatten. David wohnte woanders und stellte in diesem Haus zwei Räume mit dazugehörigen Bädern zur Verfügung. Unten gab es eine Küche und eine Sofaecke. Nachdem wir unsere Sachen hochgebracht hatten, aßen wir nur noch etwas, planten den nächsten Tag und gingen nach einem weiteren langen Tag erschöpft ins Bett.

Gefahrene Kilometer: ca. 250km

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