Auf der Südinsel geht’s weiter

Am 6. Februar 2017 ging es mit der Autofähre von Wellington auf die Südinsel nach Picton. Mama und ich waren echt erstaunt, wie viele Autos und Motoräder und LKWs und Campervans und Anhänger und noch mehr LKWs und … da hinein gepasst haben! Die Überfahrt mit dem Interislander dauerte ungefähr vier Stunden und dann waren wir durch das Fjordland hindurch in Picton angekommen.

In Picton wollten wir uns dann nicht zu lange aufhalten, wir gingen nur einkaufen und dann fuhren wir entlang der Fjorde zu einem schönen Campingplatz. Dieser war auf einer Farm und wir bekamen sogar einen Begrüßungs-Muffin. Abends hatten wir die Chance in den Wald dort zu gehen und ganz seltene Glühwürmchen zu sehen. Diese leben anstatt in einer Höhle nur in der Erde am Wegesrand. Das war ein super Erlebnis, diese bläulich-grünen Pünktchen in der Dunkelheit zu sehen!

Den nächsten Tag regnete es und dadurch wurde uns nochmal klarer, dass wir nun auf der Südinsel waren. Hier ist das Wetter etwas schlechter und unbeständiger als auf der Nordinsel. Unsere Fahrt führte uns nach Nelson, wo wir zum Centre of NZ hinaufstiegen. Da das Wetter aber nicht unbedingt besser wurde, fuhren wir nach Motueka auf einen niedlichen kleinen Campingplatz und planten unsere Tour auf der Südinsel.

Von Motueka war es nur noch ein Katzensprung zum Abel Tasman Nationalpark. Dort hielten wir uns etwas über eine Stunde auf und gingen etwas spazieren. Wir genossen die Aussicht und den Sonnenschein und man merkte nun auch, dass wir auf der Südinsel waren. Die Landschaft unterschied sich stark von der Nordinsel. Danach mussten wir den Kahurangi Nationalpark umrunden, um an die Westküste zu gelangen. Wir kamen in Westport an und dort gingen wir noch am Strand spazieren – im Bikini.

Von unserem Campingplatz aus war es nicht sehr weit zu eine Seehundkolonie, die auch gerade Junge hatte. Das war wirklich sehr niedlich und der Ausblick auf das Meer war auch wunderschön. Auf unserem Weg entlang der Westküste der Südinsel fuhren an Punakaiki vorbei. Diese Steinformationen werden auch Pancake Rocks genannt, denn sie sehen aus wie ein Stapel Pfannkuchen. Dort war dann super Wetter und später auf unserem Campingplatz, kurz vor Hokitika, legten wir uns noch in den Garten zum Sonnen.

Hokitika ist die Jade-Hauptstadt Neuseelands. Die spezielle neuseeländische Jade heißt Pounamu und wird schon seit Jahrhunderten von den Maori als Schmuck aber auch als Werkzeug genutzt. Heutzutage überwiegt die Nutzung als Schmuckstein. Der Stein wird oft so geschliffen, dass der Anhänger eine Bedeutung hat, aber auch andere Designs kommen vor. Da diese Ketten sehr typisch für Neuseeland sind, haben Mama und ich uns auch eine mitgenommen.

Hinter Hokitika fing dann das Glacier Country der Südinsel an. Als erstes kommt man zum Franz-Josef-Gletscher, den wir uns auch anguckten. Es war aber leider etwas diesig. Dafür sahen wir am nächsten Tag den Fox-Gletscher umso besser. Beide Gletscher sind sehr imposant, wie sie sich so die Bergkette hinunter drängen. Leider ist die Klimaerwärmung schon soweit gekommen, dass beide Gletscher drastisch geschmolzen sind seitdem ich vor fünf Jahren dort war.  Den Tag, den 11. Februar, ging es dann auf einer schönen Strecke über Wanaka nach Queenstown.

In Queenstown hatten wir von vornherein gesagt, dass wir zwei Nächte dort bleiben wollten, denn ich finde diese Stadt einfach schön. Direkt am See und von einer massiven Bergkette umgeben, hat Queenstown alles was ich an Natur am schönsten finde. Den vollen Tag, den wir hatten, verbrachten wir damit, die Stadt und die Umgebung anzugucken. Am Nachmittag fuhren wir mit dem einzigen kohlebetriebenen Dampfschiff der südlichen Hemisphäre, der TSS Earnslaw. Wir besuchten die Walter Peak Station, eine Farm auf der anderen Seite des Sees. Abends aßen wir noch einen Fergburger, ein sehr leckerer Burger typisch für Queenstown.

Nach zwei Nächten dort fuhren wir weiter nach Süden und fanden dort endlich die ganzen Schafe in Neuseeland! Sieht so aus, dass alle von ihnen im Süden der Südinsel leben. Über Invercargill ging es in die Catlins. Am Waipapa Point sahen wir Seelöwen einfach so am Strand faulenzen. Die Nacht verbrachten wir am Curio Bay und es war sooo windig, dass unser Campervan ziemlich gewackelt hat.

Eine Woche auf der Südinsel war nun vorbei und wir besichtigten den Petrified Forest, einen versteinerten Wald und die Cathedral Caves. Diese Höhlen sind nur bei Ebbe zugänglich und ziemlich riesig. Dort weiter im Süden gibt es wirklich sehr viele Schotterstraßen, sehr ungewohnt.

Den nächsten Tag fuhren wir durch den letzten Teil der Catlins, gingen zum Cannibal Bay und sahen eine Gruppe von Seelöwen und danach waren wir noch beim Nugget Point. Dies ist ein Leuchtturm mit einem tollen Ausblick auf eine interessante Steinformation. Danach führte uns unser Weg nach Dunedin.

Wir blieben vier Nächte in Dunedin, weil die Stadt so schön ist, Christchurch als nächstes kam und die Stadt nicht mehr so schön ist und wir auch nicht nach Akaroa konnten, da es dort Waldbrände gab.

In Dunedin bummelten wir viel durch die Stadt und schauten uns den Bahnhof und die Uni an. Wir besichtigten die Cadbury-Schokoladenfabrik und fuhren auf die Otago Peninsula. Auf der Peninsula gingen wir ins Albatross Centre und konnten mehrere Albatrosse brühten sehen, einer flog auch an uns vorbei. Diese Vögel sind riesig, aber leider wirken sie gar nicht so groß aus der Entfernung. Danach waren wir noch bei der steilsten bewohnten Straße der Welt, der Baldwin Street. Das Hochgehen war doch ziemlich anstrengend.

Nach Dunedin gab es nur noch Christchurch als Ziel denn unser Rückflug ging von dort. Auf dem Weg nach Christchurch stoppten wir bei den Moeraki Bolders. Dies sind Steine, die auf die gleiche Weise wachsen wie Perlen in einer Auster. Natürlich waren wieder viele Touristen unterwegs, aber das Wetter war gut und es sind ein paar tolle Fotos entstanden.

In Christchurch schliefen wir die erste Nacht auf einem Campingplatz und wurden unser restliches Essen an eine deutsche Frau und ihre Nichte los. Am 20. Februar hatten wir dann unseren letzten vollen Tag in Neuseeland. Wir gingen durch die Stadt, aber traurigerweise gibt es immer noch nicht so viel zu sehen. Die Stadt ist noch sehr kaputt vom Erdbeben in 2011. Das schöne war aber die Tramfahrt, die wir durch die die Stadt machten.

Unsere letzte Nacht in Neuseeland verbrachten wir in einem Hostel und am nächsten Tag brachten wir den Campervan zurück. Vor dort brachte uns dann ein Shuttle zum Flughafen und unsere Zeit in Neuseeland war zu Ende.

Auf der Südinsel hatten wir eine Strecke von 2.081km zurückgelegt.

 Das war unsere Strecke auf der Südinsel.

 

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